Völker- und Europarecht

Die KFIBS-Forschungsgruppe „Völker- und Europarecht“ widmet sich den Schnittstellen von Politik- und Rechtswissenschaft auf internationaler Ebene. Vor dem Hintergrund jüngster Debatten in Praxis und Wissenschaft, wie z. B. über die sogenannte Schutzverantwortung (engl.: Responsibility to Protect) oder über das Pariser Klimaschutzabkommen, diskutiert die thematische Forschungsgruppe „Völker- und Europarecht“ aktuelle globale Entwicklungen aus einer rechtlichen Perspektive heraus.

Dabei geht es zunächst darum, langfristige globale Trends zu erkennen und einzuordnen. In diesem Kontext ist die zunehmende Verrechtlichung des internationalen Raumes zu nennen, die heutzutage Regelungsbereiche und Akteure umfasst, die dem „klassischen“ Völkerrecht bisher nicht zuzuordnen waren. Die Zahl der politischen, wirtschaftlichen und technischen Probleme, die nicht mehr innerhalb der Regelungsbereiche von Nationalstaaten gelöst werden können, nimmt infolge der Globalisierung stetig zu; dabei greifen international agierende Akteure zusehends auf neue Rechtsformen zurück. Zudem machen auch traditionelle völkerrechtliche Akteure immer seltener vor den (rechtlichen) Grenzen des Nationalstaates halt. Dies gilt sowohl für die Weltwirtschaft und den Umweltschutz als auch für die Sicherheitspolitik und die Menschenrechte.

Darüber hinaus soll die aktuelle internationale Politik im Lichte des Völkerrechts betrachtet werden. Die KFIBS-Forschungsgruppe „Völker- und Europarecht“ verfolgt diese Entwicklungen aufmerksam und diskutiert sie kritisch mit der gebotenen wissenschaftlichen Objektivität.

Die Arbeitsschwerpunkte der Forschungsgruppe „Völker- und Europarecht“ lauten wie folgt:

  • Menschenrechte
  • Die Arbeit der Vereinten Nationen (VN) im 21. Jahrhundert
  • Die „Schutzverantwortung“ (Responsibility to Protect, abgekürzt: R2P)
  • Rechtsstaat und Sicherheit in Konflikt- und Postkonfliktsituationen
  • Klimawandel
  • Humanitäres Völkerrecht und Dehumanisierung der Kriegführung
  • Europarecht
  • Die Zukunft Europas
  • Neue Akteure und Rechtsquellen im Völkerrecht
  • Internationale Gerichtsbarkeit und internationale Strafgerichtsbarkeit
  • Selbstbestimmungsrecht sowie Autonomie- und Unabhängigkeitsbestrebungen

Mitglieder der KFIBS-Forschungsgruppe sind:

PD Dr. Robert Frau (FG-Sprecher)

Bernard E. Stefan BA, Master Études Européennes (CEU Nancy), Master-Student