Veranstaltungsreihe

Ukraine-Russland-Veranstaltungsreihe des Kölner Forums für Internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik e. V. (KFIBS)

(Bildnachweis: Photo by Joachim Schnürle on Unsplash)

Titel der neuen KFIBS-Veranstaltungsreihe:

„Den Ukraine-Krieg verstehen: Entstehung – Verlauf – Folgen“

Wissenswertes zum Veranstaltungskonzept:

Der Thinktank KFIBS führt ab Mai 2022 eine Veranstaltungsreihe – sowohl digital als auch in Präsenz – zur Aufklärung, richtigen Einordnung und gehaltvollen Analyse der Kriegssituation in der Ukraine durch. Wir wollen damit für die notwendige Differenzierung und Versachlichung in der öffentlichen Debatte sorgen – ganz im Sinne des Wissenschaftsethos. Unter dem Motto „Forschung schafft Klarheit“ werden wir einen konstruktiven Beitrag zur Stärkung der Demokratie leisten und etwaigen Spannungen innerhalb der postsowjetischen Community in Deutschland, zu der sowohl russische als auch ukrainische Migrantinnen und Migranten sowie Vertriebene gehören, vorbeugen. Im Kern geht es uns um Völkerverständigung, um – ganz konkret – eine Annäherung zwischen beiden Seiten in dieser schwierigen Situation.

Förderung durch:

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen (NRW), Rhein-Erft-Kreis – Der Landrat, Förderprogramm „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ in NRW

 

Hinweise zur dritten Veranstaltung (Kooperationsveranstaltung):

Die dritte Veranstaltung findet am 13. Juli 2022 (Mi.) in Präsenz im Seminarraum S 54 im Philosophikum an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln, von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr statt. Das Veranstaltungsplakat finden Sie hier als PDF-Datei zum Download. Anmeldung bitte unter: lena.osbelt@kfibs.org.

Geladener Gast:

Dr. Hermann Halbeisen, Politikwissenschaftler, Lehrbeauftragter mit Schwerpunkt chinesisches und westliches politisches Denken am Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln

Grußwort:

Dr. Sascha Arnautović, Politikwissenschaftler, Vorsitzender und Geschäftsführer des KFIBS e. V. sowie Leiter der GSP-Sektion Köln

Moderation:

Jan Platz, Vorsitzender der BSH-Hochschulgruppe für Sicherheitspolitik an der Universität zu Köln
Paul Gerhards B.Sc., 1. Stv. Vorsitzender der BSH-Hochschulgruppe für Sicherheitspolitik an der Universität zu Köln

Veranstaltungsformat:

Vortrag (Thema: „Folgt nach Russlands Angriffskrieg in der Ukraine eine Invasion Chinas in Taiwan? Parallelen, Unterschiede und Perspektiven“) mit anschließender moderierter Diskussion

Informationen zum Inhalt des Vortrags:

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Befürchtungen, ausgelöst u. a. durch die Intensivierung aggressiver Manöver der chinesischen Luftwaffe in Taiwans ADIZ (= Air Defense Identification Zone), verstärkt, dass eine ähnliche Entwicklung auch im Verhältnis zwischen China und Taiwan eintreten könnte.

Parallelen zwischen beiden Fällen drängen sich auf: Sowohl im Falle von Russland als auch von China handelt es sich um autoritäre Regime, die Anspruch auf das Territorium eines angrenzenden Staates erheben.

Bei genauer Betrachtung lassen sich aber relevante Unterschiede zwischen beiden Fällen erkennen: Sie betreffen geografische, politische, ökonomische und militärische Umstände.

Das von europäischen Beobachtern bevorzugte Szenario einer militärischen Invasion Taiwans stellt ferner extreme Anforderungen an die Fähigkeiten der chinesischen Volksbefreiungsarmee (VBA), die diese derzeit nicht erfüllen kann. Es ist somit unter den aktuell diskutierten Szenarien einer militärischen Aktion Chinas gegen Taiwan das unwahrscheinlichste Szenario.

Die langfristige Perspektive des Verhältnisses zwischen China und Taiwan wird bestimmt von der zunehmenden Konkurrenz zwischen den USA und der Volksrepublik China um die vorherrschende Stellung im asiatisch-pazifischen Raum.

Zitat von Dr. Hermann Halbeisen: „Kurz- bis mittelfristig ist die Gefahr einer militärischen Aktion Chinas gegenüber Taiwan gering, langfristig wächst jedoch die Bedrohung Taiwans.“

 

Hinweise zur zweiten Veranstaltung:

Die zweite Veranstaltung findet am 2. Juli 2022 (Sa.) in Präsenz im Seminarraum I im Bürgerzentrum Nippes – Altenberger Hof, Mauenheimer Straße 92, 50733 Köln, von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr statt. Das Veranstaltungsplakat finden Sie hier als PDF-Datei zum Download. Anmeldung bitte unter: lena.osbelt@kfibs.org.

(Bildnachweis: Foto von Julia Arnautović, KFIBS-PR-Referentin)

Geladener Gast:

Dr. Yaşar Aydın, Sozialwissenschaftler, Dozent an Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie mit Sitz in Hamburg sowie Affiliated Researcher am Foreign Policy Institute der Middle East Technical University (METU) in Ankara, Türkei

Moderator:

Dr. Sascha Arnautović, Politikwissenschaftler, Vorsitzender und Geschäftsführer, KFIBS e. V., Brühl (Rhld.)

Veranstaltungsformat:

Vortrag (Thema: „Ankara als Vermittler? Die Rolle der Türkei im Kontext des Ukraine-Krieges“) mit anschließender moderierter Diskussion

Informationen zum Inhalt des Vortrags:

Die Türkei bemüht sich angesichts des Ukraine-Krieges um eine Vermittlerrolle. Der türkische Chefdiplomat Mevlüt Çavuşoğlu brachte Anfang März 2022 die Außenminister der Ukraine und Russlands an einen Tisch. Aktuell verhandelt die türkische Regierung mit den Kriegsparteien über einen Transportkorridor durch das Schwarze Meer. Ankara scheint ein idealer Vermittler zwischen Moskau und Kiew zu sein, führt die türkische Regierung doch ihren außenpolitischen Balanceakt fort: Die Türkei hat Russlands Angriffskrieg verurteilt, die russische Annexion der Krim nicht anerkannt und lieferte an die Ukraine hochmoderne und von russischen Militärs gefürchtete Bayraktar-TB2-Drohnen. Im Rahmen der UN-Vollversammlung vom 28. Februar bis 2. März dieses Jahres hat Ankara die Russland-Resolution unterstützt und die türkischen Meerengen für die Durchfahrt russischer Kriegsschiffe ins Schwarze Meer gesperrt. Noch wichtiger: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan unterhält gute persönliche Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin – in diplomatischen Verhandlungen kein unbedeutender Faktor.

Doch welche Ziele verfolgt die Türkei in der Schwarzmeerregion? Was sind die Beweggründe für die Haltung der Türkei gegenüber Russland und der Ukraine? Welche ökonomischen, politischen und geostrategischen Interessen verbinden die Türkei mit Russland und der Ukraine? Welche bilateralen Abhängigkeiten und Interessendivergenzen sind vorhanden?

Diese und andere Fragen greift der Sozialwissenschaftler Dr. Yaşar Aydın in seinem Vortrag auf. Daran schließt sich eine längere Diskussion mit den Teilnehmenden an.

 

Hinweise zur ersten Veranstaltung:

Die Eröffnungsveranstaltung findet am 6. Mai 2022 (Fr.) in Präsenz in der Alten Feuerwache Köln im Seminarraum „Kleines Forum“ (Südtrakt), Melchiorstraße 3, 50670 Köln, von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr statt. Das Veranstaltungsplakat finden Sie hier als PDF-Datei zum Download. Anmeldung bitte bis spätestens 2. Mai (Mo.) unter: presse@kfibs.org.

Geladener Gast:

Dr. Felix Riefer, Politikwissenschaftler und Russlandexperte, Bonn

Moderator:

Dr. Sascha Arnautović, Politikwissenschaftler, Vorsitzender und Geschäftsführer, KFIBS e. V., Brühl (Rhld.)

Veranstaltungsformat:

Buchvorstellung (Titel: „Russlands Außenpolitik unter Putin 2000-2018: Welchen Einfluss haben russische Think Tanks auf die auswärtige Politikgestaltung des Kremls?“, Reihe „Globale Gesellschaft und internationale Beziehungen“, Springer VS, Wiesbaden 2020) und im Anschluss daran eine Diskussion mit dem Autor

Informationen zum Buch:

Dr. Felix Riefer untersucht in der oben genannten Monografie russische Denkfabriken, die am wahrscheinlichsten an der auswärtigen Politikgestaltung des Kremls beteiligt sind.

Welche Ideen werden dort produziert? Und was noch viel wichtiger ist: Welchen Einfluss haben sie auf die Gestaltung der Politik des Kremls?

Die Erkenntnisse aus dieser Forschungsarbeit werden im Anschluss an den Vortrag auf die aktuelle Situation angewendet und diskutiert.

 

Ihr Ansprechpartner:

Dr. phil. Sascha Arnautović, Politikwissenschaftler und Verantwortlicher für die Ukraine-Russland-Veranstaltungsreihe des KFIBS e. V.