Antonie Blumberg, BA, M.A.

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Kurzvita
Antonie Blumberg, geboren 2002 in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen), hat im Jahr 2023 ihren Bachelor in „Liberal Arts and Sciences“ mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen (IB) und Sicherheitspolitik am University College Maastricht (Niederlande) abgeschlossen. Während ihres Bachelorstudiums entdeckte Frau Blumberg schnell ihre akademische Leidenschaft für die Regionen Ost- und Südosteuropa. Zu ihren akademischen Arbeiten zählten u. a. ein Vergleich des Neostalinismus unter Nicolae Ceauşescu und Enver Hoxha, eine vergleichende Analyse des nordmazedonischen Wahlsystems, eine Untersuchung der Auswirkungen des EU-Beitrittsverfahrens auf die Korruption in Nordmazedonien sowie eine Auswertung der EU Actorness im Rahmen der EU-Beobachtermission EUMM in Georgien und der EU-Rechtsstaatlichkeitsmission EULEX im Kosovo. Zudem hatte sie die Möglichkeit, sowohl qualitative als auch quantitative Forschungsprojekte zu entwickeln und an einem Denkfabrik-Projekt mit dem Hamburger Start-up „recyclehero“ teilzunehmen. Ihr Studium am University College Maastricht schloss sie mit einer Bachelorarbeit ab, in der sie die Identität und die Interessen der EU-Außenpolitik im russisch-georgischen Krieg 2008 und im Ukraine-Konflikt 2014 analysierte. Von Oktober 2023 bis Juni 2026 studierte Antonie Blumberg den interdisziplinären und forschungsorientierten Masterstudiengang „Osteuropastudien“ an der Universität Hamburg. In ihrer Masterarbeit untersuchte sie die Handlungsfähigkeit Serbiens und Montenegros im EU-Erweiterungsprozess. Dabei fragte sie danach, wie und inwieweit Kandidatenländer ihre Position in den Beitrittsverhandlungen beeinflussen können. Mit einem praxisorientierten und relationalen Ansatz sowie mit qualitativer Dokumentenanalyse und halbstrukturierten Elite-Interviews stellte sie schließlich fest, dass Serbien und Montenegro unterschiedliche Strategien verfolgen, die maßgeblich von ihren nationalen Zielen geprägt sind. Während Serbien versucht, das Regime durch einen stagnierenden EU-Beitrittsprozess zu festigen, zielt Montenegro in erster Linie darauf ab, sich die politischen und wirtschaftlichen Vorteile eines schnellen Beitritts zur EU zu sichern. Um diese Dynamiken einzufangen, entwickelte Frau Blumberg fünf Kategorien von Handlungsfähigkeit, als da sind: zeitliche, geopolitische, diskursive, navigierende und interpretative Handlungsfähigkeit. Gleichzeitig vertiefte sie parallel zu ihrem Masterstudium ihre regionalen Kenntnisse und erweiterte ihr historisches Wissen durch entsprechende Kurse an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt von ihr ist die Vertiefung ihrer Sprachkenntnisse im Albanischen und im Kroatischen, was ihren inhaltlichen Fokus auf den Westbalkan schärft. Während ihres Fellowships bei der „Young Security Conference 2024“ arbeitete Antonie Blumberg an einem Artikel über die EU-Erweiterung auf dem Westbalkan. Zudem nahm sie im August 2024 an einer 2-wöchigen Summer School im Kosovo zu den Themen „Diplomatie“, „Verhandlungen“ und „Friedensbildung“ teil. Ein 3-monatiges Praktikum auf dem Westbalkan Anfang 2025 ist ebenfalls erfolgt, um praktische Erfahrungen in der Region zu sammeln. Neben ihrem Studium hat Frau Blumberg als Werkstudentin bei der SPIEGEL-Gruppe gearbeitet. Dort ist sie für die Bearbeitung von Korrekturhinweisen und Leserbriefen sowie für die Annahme investigativer Themen verantwortlich gewesen. Auch ist sie ehrenamtlich im Verein „Hamburger mit Herz e. V.“ tätig, wo sie Teil eines Unterstützungsprojekts im Rahmen der Integrationsarbeit für Geflüchtete in Hamburg ist.

Forschungsschwerpunkte und Forschungsinteressen

▪ Europäische Außenpolitik, insbesondere EU-Erweiterung und EU-Nachbarschaftspolitik
De-facto-Staaten/Staatsbildung
▪ Europäische Identität und wie diese zwischen östlichen und westlichen Mitgliedstaaten verhandelt wird
▪ Friedens- und Konfliktforschung unter Berücksichtigung kritischer Theorien
▪ Regional- und Länderfokus: Westlicher Balkan und Georgien

Ämter und Funktionen (im KFIBS-Rahmen)

▪ Mitglied und Autorin der KFIBS-Forschungsgruppe „Südosteuropa“
Young Scholar des KFIBS e. V.

Mitgliedschaften (Auswahl)

▪ Kölner Forum für Internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik e. V. (KFIBS)
▪ Fellowship „Young Security Conference 2024“
▪ Hochschulgruppe für Außen- und Sicherheitspolitik Hamburg (AuSiP-HH)

Neueste Veröffentlichungen

▪ Constitutional Courts and the Preservation of Ethnic Hegemony in the Western Balkans, IDM-Blog-Beitrag, 20. Juni 2025, online abrufbar unter: https://www.idm.at/constitutional-courts-and-the-preservation-ethnic-hegemony/.
▪ Parallel Protests? Corruption in Albania and Serbia, IDM-Blog-Beitrag, 7. März 2025, online abrufbar unter: https://www.idm.at/parallel-protests-corruption-in-albania-and-serbia/.
▪ Was bedeuten die Ergebnisse der Bundestagswahl 2025 für die Zukunft der europäischen Integration?, KFIBS-Blog-Beitrag, 27. Februar 2025, online abrufbar unter: https://kfibs.org/blog/.