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Kurzvita
Elias Borchert, geboren 2000 in Grevenbroich (Nordrhein-Westfalen), erwarb nach erfolgreich absolviertem Bachelorstudiengang „Geschichte“ (mit dem Nebenfach Romanistik [Spanisch]) im Jahr 2024 den akademischen Grad „Bachelor of Arts (B.A.)“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Im Zentrum seines Bachelorstudiums stand die Entstehung des modernen Europas im Mittelalter. In seiner Bachelorarbeit widmete er sich deshalb der Außenpolitik Karls des Kühnen im späten 15. Jahrhundert und untersuchte, inwiefern der burgundische Herzog sein Streben nach der römisch-deutschen Kaiserwürde gezielt als politisches Druckmittel in Verhandlungen einsetzte. Während seines Studiums erweiterte Elias Borchert kontinuierlich seine sprachlichen Kompetenzen: Neben Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch eignete er sich weitere Sprachen an, darunter Niederländisch, Italienisch, Latein, Griechisch und Arabisch. Er legte damit die Grundlage für seine international ausgerichtete akademische Arbeit. Im anschließenden Masterstudium der Geschichte an der Universität zu Köln verlagerte er seinen epochenspezifischen Schwerpunkt von der Mittelalterlichen Geschichte auf die Neuere und Neueste Geschichte mit einem klaren internationalen Schwerpunkt. Das Interesse von Herrn Borchert galt ab diesem Zeitpunkt insbesondere den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Dabei setzte er sich intensiv mit der Geschichte Europas zur Zeit des Ost-West-Konflikts sowie mit den Beziehungen westlicher Staaten zu den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas auseinander. Zu seinen zentralen Studienleistungen zählten eine Untersuchung der 68er-Bewegung im Libanon auf Grundlage der arabischen Zeitschrift „Al-Mawaqif“ sowie eine Analyse der Rolle des Intellektuellen und antikolonialen Theoretikers Frantz Fanon im algerischen Unabhängigkeitskrieg. Ein weiterer regionaler Schwerpunkt des Kölner Masterstudiums von Elias Borchert lag auf Lateinamerika. Aufgrund seiner bereits vollzogenen romanistischen Studien konnte er daran mühelos anknüpfen. In diesem Kontext beschäftigte er sich mit der Geschichte der Entwicklungspolitik als machtpolitischem Instrument westlicher Industriestaaten und analysierte vor diesem Hintergrund das Konzept des Ökosozialismus unter dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez. Gefördert durch die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) nahm Herr Borchert an zahlreichen akademischen und praxisorientierten Programmen teil, darunter „Model NATO Germany“ in Berlin sowie die „Sicherheitspolitische Summer School“ des HAUS RISSEN in Hamburg. Im Rahmen eines sein Masterstudium begleitendes Praktikum beim Köln Forum für Internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik e. V. (KFIBS) verfasste er einen Beitrag zum Thema „Zwischen Kooperation und Konflikt: Die Beziehungen zwischen Algerien und der Europäischen Union im Wandel“, in dem er die Perspektiven für eine vertiefte strategische Partnerschaft analysierte. Im April 2026 trat er schließlich der Denkfabrik und dem Wissenschaftsforum KFIBS mit Sitz in Brühl (Rheinland) bei. Derzeit arbeitet Elias Borchert mit Hochdruck an der Fertigstellung seiner Masterarbeit zur Rolle ethnischer Minderheiten im algerischen Unabhängigkeitskrieg. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht dabei die erkenntnisleitende Frage, wie die Nationale Befreiungsfront FLN (Front de Libération Nationale) die Spannungen zwischen einer arabisch-islamisch geprägten Nationalidee und den berberischen Identitäten politisch verhandelte.
Forschungsinteressen
▪ Geschichte, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der Demokratischen Volksrepublik Algerien
▪ Die Sicherheitsarchitektur der sogenannten MENA-Region und die außenpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union (EU) an ihrer südlichen Grenze
▪ Der Nahostkonflikt im 21. Jahrhundert: Lösungsansätze für nach dem Gazakrieg
▪ Die europäische Einigung und der Aufbau einer funktionierenden Abschreckung im multipolaren Zeitalter
Ämter und Funktionen
▪ Mitglied und Autor der KFIBS-Forschungsgruppen „Europa/EU“ sowie „Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika“
Mitgliedschaften
▪ Kölner Forum für Internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik e. V. (KFIBS), Brühl (Rhld.)
